DÖNERDATE

KWA Kebap with Attitude, Mitte

Überall wurden wir gefragt, ob wir schon da (!) waren. Endlich ist es soweit! Wir fahren zu Kebap with Attitude nach Mitte in die Gipsstraße. Und sind schon voll gespannt.

Aktuellstes Thema unter allen Dönerliebhabern:
„Da hat was ganz Schickes in Mitte aufgemacht!“
„Ach?!“
„Ja, was ganz neues, tolles. Voll fancy und so!“

Das Ambiente

KWA in der Gipsstraße

KWA in der Gipsstraße ist tatsächlich ein waschechter Mittedöner. Die Keywords dazu lauten Gipsdreieck, Naturlandrindfleisch, 80er Hiphop, Schwiegereltern. Damit ist schon fast alles gesagt.
Die Inneneinrichtung ist ziemlich fashion, also Berliner Weltkultur-Chic. Marokko ist hier gleich ums Eck. Es sieht wirklich authentisch nach Mittetürkei aus und natürlich ist es sauber und toll ausgeleuchtet.

So was sieht man selten in Dönerbuden. 😉


Das ist hier schon vom ersten Eindruck eine High-Class-Nummer. Tolles Ambiente und ein Haufen junger, hipper Mitarbeiter. Die könnten auch beim In-Japaner oder bei Coffee Circle arbeiten. Es ist nicht so viel los, was am schlechten Wetter liegen mag, aber so hat das Personal Zeit, sich intensiv um die Gäste zu kümmern. Wir setzen uns in den nicen Aussenbereich, wo man unter Schirmen sitzen und rauchen kann. Wirklich hübsch.

Der Döner

Naturland! Bio!

Bei KWA gibt es Döner mit Haltung. Das macht sich hier überall bemerkbar, insbesondere aber beim Fleisch, dass hier auf den Spießen hängt. Denn sowohl das Hühnchen- als auch das Rindfleisch ist vom Biobauern Naturland. Das spricht auf jeden Fall für Qualität und bewusste Ernährung und Nachhaltigkeit und Wertschätzung den Lebensmitteln gegenüber und Achtsamkeit und Schlauheit auch. Die Macher haben mal ein bisschen nachgedacht und wollen den Döner ins neue Jahrtausend heben. Da können wir Mitte so affig finden, wie wir wollen. Diese Attitude towards unserem Lieblings-Fastfood Döner respektieren und loben wir ausdrücklich.

Classic Beef Döner im Pide

Wir bestellen den hausgemachten Ayran zum Essen. Metin ist kritisch, der Ayran ist zu dünn. Ich bin wie immer etwas wohlwollender und finde ihn lecker. Uns fällt bei der Bestellung sofort auf, dass wir zu unserem Döner im Pide Besteck dazu bekommen. Das überrascht uns. Ist aber auch egal.
Wir bestellen den Classic Beef Döner im Pide mal drei. Auffallend zu Beginn sind die verschiedensten Zutaten auf unserem Döner. Es gibt Gürkchen, Zwiebelchen, Rotkraut, Salat, Tomaten, grüne Avocado-Soße und allerlei Anderes. Wir haben Rindfleisch (Ja! Bio-Naturland!) auf unserem Döner und es ist in der Tat sehr gut. Gut eingelegt mit einem leichten Geschmack nach Ente. Es ist wunderschön dunkel und lecker. Auch die Soßen sind lecker. Bei KWA greift alles schön ineinander und ist gut aufeinander abgestimmt. Da war sicherlich ein Koch oder Food-Designer am Werk. Merkt man. Das Brot ist ganz gut, aber nicht selbst gemacht. Das hätten wir uns bei so einem High-End-Döner dann doch gewünscht. Da könnte man bei KWA auch gleich den ganzen Weg gehen. Das ist ein kleines Manko.
Unser Gasttester Heiner konstatiert: „Der Döner war nicht übersoßt. Man braucht nicht so viele Servietten, wie sonst!“ Hört, hört.

Das Fazit

Drei Herren am Grill

Der freundliche Mitarbeiter von KWA freut sich über uns, weil endlich mal keine Mitte-Affen am Tresen stehen. Dafür nimmt er uns aber auch nicht ganz ernst.
Wir bezahlen pro Döner stolze 8 Euro und wissen, dass Qualität ihren Preis hat. Trotzdem bekommt man einen Döner in Berlin und in vergleichbarer Qualität für höchstens 4,50 Euro. Da besteht außer Naturland kein Unterschied. Aber es hat uns geschmeckt und KWA in der Gipsstraße ist auf jeden die eine Dönerbude der Stadt, in die man die Schwiegereltern aus der Provinz guten Gewissens einladen kann, wenn man migrantische Esskultur präsentieren möchte.
Wir vergeben wegen des hohen Preises deshalb statt 4,5 nur 3,5 von 5 Dönern. Das Erlebnis ist’s wert – dennoch guten Appetit!


Wo ist KWA – Kebap with Attitude?

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